Message  





Wird geladen...
 
   

Der Verein

Aus PAEcon

Wechseln zu: Navigation, Suche

Am 24.11.07 wurde der Arbeitskreis Postautistische Ökonomie e.V. gegründet. Er ist als gemeinnütziger Verein anerkannt. Der Sitz ist Heidelberg.


Inhaltsverzeichnis

Zielsetzung

Der Verein ist eine gemeinnützige Vereinigung zur Förderung der Vielfalt in der Lehre und Praxis der Wirtschaftswissenschaft. Ziel ist es, Forschung, Lehre und Praxis der Wirtschaftswissenschaft derart zu gestalten, dass Selbstreflektion, Pluralismus, Transdisziplinarität und eine Einbettung der Ökonomik in reale gesellschaftliche Prozesse im Vordergrund stehen. Die Rekontextualisierung und Öffnung der Ökonomik soll in einem nationalen und internationalen Kontext statt finden, unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Rahmenbedingungen sowie in einer möglichst breiten Vernetzung mit anderen, dem Vereinszweck nahe stehenden Bildungs- und Forschungseinrichtungen.

Positionspapier des Arbeitskreises Postautistische Ökonomie

Thesen
1.Das Menschenbild des Homo oeconomicus ist autistisch: Die sozialen und kooperativen Wesenszüge des Menschen bestimmen ebenfalls sein Handeln.
2.Die in der Ökonomik aufgestellten Theorien sind nicht zeit- und geschichtslos gültig.
3.Das wirtschaftliche Handeln des Menschen ist als Teil des Kreislaufs der Natur zu begreifen.
4.Die vorherrschende Wirtschaftswissenschaft ist nur ein Blickwinkel auf die Wirklichkeit. Andere Disziplinen nehmen andere Blickwinkel ein. Zusammen genommen können sie die Wirklichkeit besser erklären.
5.Die Wirtschaftswissenschaften verschreiben sich der Einhaltung formaler Regeln. Die Urteilskraft in der Bewertung realer wirtschaftlicher Zusammenhänge nimmt dadurch ab. Eine Methodenvielfalt ist notwendig.
6.Die Lösung realer gesellschaftlicher Probleme (Klimawandel, Ungerechtigkeit, Verarmung, Arbeitslosigkeit usw.) wird derzeit von den Wirtschaftswissenschaften vernachlässigt.
7.Macht ist ein wesentlicher Faktor in der Wirtschaft. Sie sollte daher auch eine Größe in den Wirtschaftswissenschaften sein.
8.Die methodische Orientierung der Wirtschaftswissenschaften an den Naturwissenschaften führt zu einer Vernachlässigung des kulturellen und gesellschaftlichen Kontexts.
9.Einkommen ist nicht Lebensqualität. Wohlfahrtsanalysen greifen zu kurz. Z.B. fließen politische Partizipation, Zugangsmöglichkeiten zu sozialen Einrichtungen, Bildung oder Selbstachtung nicht ein.


Forderungen
1.Die Wirtschaftswissenschaften sollen sich ihrer Verantwortung und Grenzen bewusst sein. Hierzu ist es nötig, dass Entwicklung, Prämissen und Kontext der Wirtschaftswissenschaften thematisiert werden. Deshalb fordern wir, dass in die Lehrpläne der Wirtschaftswissenschaften Inhalte folgender Fächer verpflichtend aufgenommen werden: Wirtschaftsgeschichte, Geschichte des ökonomischen Denkens, Wirtschaftsethik und Wissenschaftstheorie.
2.Die Vielfalt der Wirtschaftstheorien soll berücksichtigt werden. Deshalb soll nicht nur die neoklassische Lehre, sondern ein Überblick von Ökologischer über Feministische Ökonomik und Postkeynesianismus bis hin zu marxistischen und institutionell-evolutorischen Ansätzen usw. vermittelt werden.
3.Die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften werden zu Technokraten erzogen. Deshalb muss die Herausbildung eigenständiger Positionen durch Diskussionen gefördert werden. Wir fordern, dass Vorlesungen und Seminare in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Darüber hinaus verlangen wir, dass die Studierenden Einfluss auf die konkrete Ausgestaltung der Veranstaltungen haben.
4.Der Austausch zwischen den gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen ist nicht vorhanden. Wir fordern interdisziplinäre Veranstaltungen an den sozial- und naturwissenschaftlichen Schnittstellen (Soziologie, Psychologie, Politikwissenschaft, Philosophie, Ethnologie, Ökologie usw.).


Positionspapier als Download


Vorstand

Image:Tduermeier_klein.jpg

Thomas Dürmeier, Volkswirt, Jahrgang 1973, studierte in Regensburg und Boulder/Colorado (USA) Wirtschafts- und Politikwissenschaften und promoviert zur Zeit an der Universität Kassel über politische Macht transnationaler Unternehmen. Er engagiert sich neben seiner wissenschaftlichen Arbeit im Vorstand von LobbyControl und als Referent bei Attac.


Image:Egan2.jpg

Tanja von Egan-Krieger, Jahrgang 1981, studierte in Greifswald und Lund (Schweden) Landschaftsökologie und Naturschutz mit den Schwerpunkten Umweltökonomik und Ethik. Seit 2008 promoviert sie zu den normativen Grundlagen ökonomischer Theorien (Philosophie) bei Prof. Konrad Ott (Universität Greifswald) und Prof. em. Peter Ulrich (Universität St. Gallen). Seit 2012 arbeitet sie an der Universität Greifswald in einem Projekt zur Landnahme. Sie ist außerdem Mitglied beim Wissenschaftlichen Beirat von Attac.


Image:Christoph_paecon_2.jpg

Christoph Gran, Jahrgang 1976, studierte in Bayreuth, Hamburg und Heidelberg Wirtschaftswissenschaft. Er arbeitete am Alfred-Weber-Institut der Universität Heidelberg und ist derzeit in Elternzeit. Er ist Mitglied in der Vereinigung für Ökologische Ökonomik und im Netzwerk Wachstumswende. Seit 2011 promoviert er zu den Konsequenzen einer Wirtschaft ohne Wachstum für die gesamtgesellschaftliche Wohlfahrt (Wirtschafswissenschaft) bei Prof. Niko Paech (Universität Oldenburg) und Prof. Hans Diefenbacher (Universität Heidelberg).


Arif Rüzgar


Image:Jaaaakob_website.JPG

Jakob Hafele, studiert Volkswirtschaftslehre in Heidelberg.


Felix Pöge, Heidelberg, Student der Volkswirtschaftslehre.

Satzung

Hier gibt es die Satzung vom Arbeitskreis Postautistische Ökonomie e.V. als Download:

Satzung PAEcon

Mitmachen

Protokolle

Mitgliederversammlung 26.10.2008
Mitgliederversammlung 17.10.2009
Mitgliederversammlung 10.12.2010
Mitgliederversammlung 10.12.2011

Persönliche Werkzeuge